Beelitz-Heilstätten

Beelitz-Heilstätten ist ein verlassener Krankenhaus-Komplex südlich von Potsdam mit einer Gesamtfläche von ca. 200 Hektar, der zuletzt von der Roten Armee als Lazarett verwendet wurde. Die Klinik wurde zwischen 1898 und 1943 als Lungenheilanstalt gebaut. Nach dem Abzug der russischen Armee 1994 verfällt ein Großteil der Anlagen. Nur einige Gebäude wurden bzw. werden zur Zeit saniert.

Die bisher ungenutzten Gebäude entwickelten sich mit der Zeit zu einer Art “Fotografen-Mekka”, dessen Ruf auch an vielen Filmregisseuren nicht vorbeiging. Szenen aus Roman Polanskis “Der Pianist” und “Operation Walküre” mit Tom Cruise spielen in den Heilstätten.

Am Wochenende ging es für mich zum bisher zweiten Mal mit einigen Begleitern nach Beelitz-Heilstätten.

Zunächst besuchten wir die Ruine eines Teils des Pavillons für lungenkranke Frauen, welcher im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Die Lichtverhältnisse waren dort ziemlich schlecht, deswegen ist das Foto aus dem Heizungskeller dank Blitz eher unschön. Die beiden anderen Bilder zeigen einen Flur und die Überreste eines Betts, das so aussieht, als stünde es tatsächlich seit dem zweiten Weltkrieg dort…

Auf dem Weg zum noch erhaltenen Teil der Frauen-Gebäude stolperten wir über eine Lagerhalle, in der wohl jemand viel Langeweile hatte… Ungeachtet der zahlreichen Spritzen auf dem Boden bahnten wir uns einen Weg durch die Papierberge, um einen guten, wenn auch nicht optimalen Winkel zu finden ;)

Nächste Station war das bei Fotografen wohl beliebteste Gebäude, die Chirurgie, welche in der letzten Bauphase des Komplexes errichtet wurde. Das klassiche Motiv des Gebäudes, die OP-Lampe ist inzwischen leider unschön demoliert und besprayt worden, deswegen habe ich auf ein ordentliches Foto verzichtet.  Stattdessen hier einer der sehr schönen kuppelförmigen OP-Säle und einige nette Graffities.

Der Schriftzug auf dem letzten Bild ist, wie ich erst später erfahren habe, ein Werk des ziemlich bekannten Berliner StreetArt-Künstlers bronco.

Letzter Anlaufpunkt des Tages nach dem inzwischen ziemlich zerstörten und somit enttäuschenden Hörsaal war der “Folterkeller” in einem Küchengebäude im südlichen teil des Areals. Allerdings war es dort extrem dunkel und feucht, daher nur ein Bild mit Langzeitbelichtung.

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